Oranger Einzahlungsschein bestellen — geht das 2026 noch?
Wenn du heute «oranger Einzahlungsschein bestellen» googelst, findest du eine Mischung aus alten Hostpoint-Bestellseiten, Foren-Posts von 2020 und Banken, die dich freundlich auf die QR-Rechnung verweisen. Tatsächlich antworten kann dir keiner mehr — denn es gibt nichts mehr zu bestellen.
Hier kurz und klar, was passiert ist und was an seine Stelle getreten ist.
Was mit dem orangen Einzahlungsschein passiert ist
Der orange Einzahlungsschein (offiziell: ESR — «Einzahlungsschein mit Referenznummer») wurde am 30. September 2022 abgeschafft. Genauso der rote Einzahlungsschein ohne Referenz (ES). Seit dem 1. Oktober 2022 verarbeitet keine Schweizer Bank diese Belege mehr.
Der Grund: Beide Formate kamen aus den 70er-Jahren und waren auf Papier-Workflows ausgelegt. Vorgedruckte Belege auf Spezialpapier, Banken mit OCR-Lesegeräten, manuelle Codierzeilen. Funktioniert hat das, aber nicht skaliert — und beim Mobile Banking war der Aufwand grotesk: man tippte 27-stellige Referenznummern auf einem Handy ab.
Die Schweizer Finanzbranche hat sich darauf verständigt, das Ganze auf den internationalen ISO 20022 Standard umzustellen. Daraus wurde die QR-Rechnung.
Wer noch alte Einzahlungsscheine hat: was tun?
Falls du noch einen Stapel orange Einzahlungsscheine in der Schublade hast: wegwerfen. Sie sind als Belege ungültig, deine Bank zieht sie nicht mehr ein, deine Kunden können sie nicht bezahlen. Auch nicht «zur Sicherheit aufheben» — du bringst dich nur durcheinander.
Falls du noch Spezialpapier oder vorgedruckte ESR-Bögen hast: ebenfalls weg. Die QR-Rechnung wird auf normalem A4-Papier gedruckt (oder als PDF verschickt) und braucht kein Spezialpapier.
Was die QR-Rechnung anders macht
Statt einer aufgedruckten Codierzeile ist auf jeder Rechnung ein Swiss QR Code drauf — ein quadratisches Pixelbild, das alle Zahlungsinformationen maschinenlesbar enthält:
- IBAN des Empfängers
- Name und Adresse des Empfängers
- Betrag und Währung (CHF oder EUR)
- Referenznummer (entweder QR-Referenz, der Nachfolger der ESR-Referenz, oder SCOR-Referenz)
- Optional: Mitteilung an den Empfänger
Dein Kunde öffnet die Banking-App, scannt den QR Code mit der Kamera, und alle Zahlungsdaten sind eingelesen — IBAN, Betrag, Referenz. Kein Abtippen, keine Tippfehler. Bestätigen, fertig.
Brauche ich eine spezielle Software dafür?
Du brauchst etwas, das normkonforme Swiss QR Codes generiert. Das heisst nicht «irgendein QR Code», sondern einer, der den ISO-20022-Standard für Schweizer Zahlungen einhält. Banken prüfen das beim Verarbeiten — wenn die Daten im Code nicht stimmen, wird die Zahlung abgelehnt.
Drei Optionen:
1. Word- oder Excel-Vorlage mit QR-Plugin. Funktioniert, ist aber fehleranfällig. Jede neue Rechnung neu eingeben, jeden QR Code manuell generieren, jede IBAN prüfen. Für ein bis zwei Rechnungen im Jahr okay, darüber wird's mühsam.
2. Online-Generator. Es gibt Webseiten, wo du eine Rechnung eingibst und ein PDF mit QR-Zahlteil rauskommt. Nützlich für Einmal-Rechnungen, aber du hast keine Buchhaltung, keine Kundenverwaltung, keinen Verlauf.
3. Rechnungsprogramm mit Schweizer QR-Standard. Du hinterlegst deine IBAN einmal, das Programm generiert den QR-Zahlteil bei jeder Rechnung automatisch. Plus: Kundenverwaltung, Mahnungen, MWST-Übersicht.
Billify macht Option 3 — wir sind speziell für Schweizer KMU, Freelancer und Startups gebaut. Free-Plan reicht für die meisten zum Anfangen.
QR-IBAN oder normale IBAN?
Eine Frage, die oft kommt: brauche ich eine spezielle QR-IBAN?
Die QR-IBAN sieht aus wie eine normale IBAN, hat aber eine spezielle Bankleitzahl reserviert für QR-Zahlungen. Du brauchst sie, wenn du QR-Referenzen verwendest (das ist der direkte Nachfolger der ESR-Referenz, automatische Zuordnung der Zahlung zur Rechnung).
Du brauchst sie nicht, wenn du:
- SCOR-Referenzen verwendest (international standardisiert, manuelle Zuordnung möglich)
- Rechnungen ohne Referenz verschickst (z.B. für Privatpersonen, kleine Beträge)
Bei deiner Bank kannst du eine QR-IBAN beantragen — meist kostenlos, oft schon automatisch eingerichtet. UBS, Raiffeisen, PostFinance, ZKB, Credit Suisse, Migros Bank: alle bieten sie.
In der Praxis: erste QR-Rechnung in fünf Minuten
Wenn du heute deine erste QR-Rechnung verschicken willst, ohne irgendwo Papier zu bestellen:
- Deine IBAN (oder QR-IBAN) bereithalten
- Bei einem Schweizer Rechnungsprogramm registrieren — bei Billify kostenlos, ohne Kreditkarte
- Firmendaten und IBAN einmal eingeben (das ist der einmalige Setup-Aufwand, ca. 3 Minuten)
- Erste Rechnung erstellen — Kunde wählen, Position erfassen, Betrag eingeben
- PDF herunterladen oder direkt per E-Mail verschicken — der QR-Zahlteil ist eingebaut, druckfertig
Dein Kunde scannt den QR Code mit der Banking-App, bestätigt die Zahlung, und du bekommst dein Geld. Keine Codierzeile, kein orangefarbenes Papier, keine Bestellung bei der Druckerei.
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Kostenlos startenDie häufigsten Missverständnisse
«Ich kann den QR-Code mit Word selber zeichnen.» Nein. Es geht nicht um die Optik, es geht um die Datenstruktur im Code. Ein QR Code mit den falschen Feldern oder im falschen Format wird von der Bank nicht erkannt — die Zahlung wird abgelehnt oder kommt ohne Referenznummer an.
«Bei kleinen Beträgen reicht ein E-Mail mit IBAN drin.» Reicht legal, ja. In der Praxis bezahlt aber niemand mehr eine IBAN per Hand ab — Schweizer Banking-Apps sind so eingespielt auf den QR Code, dass alles andere nach Mehraufwand aussieht und liegen bleibt. Wenn du schnell bezahlt werden willst, hilft der QR-Zahlteil enorm.
«Ich kenne meinen Kunden, der zahlt sowieso pünktlich.» Statistik sagt was anderes. Nach unserer eigenen Erfahrung werden QR-Rechnungen im Schnitt 4–7 Tage schneller bezahlt als Rechnungen ohne QR — einfach weil sie sofort im Mobile Banking landen, statt bis zum nächsten Mal an den Schreibtisch zu warten.
Zusammengefasst
Der orange Einzahlungsschein ist seit 2022 Geschichte. Bestellen geht nicht mehr, und auch keinen Sinn — Banken verarbeiten ihn nicht. An seiner Stelle steht die QR-Rechnung mit dem Swiss QR Code. Sie funktioniert ohne Spezialpapier, ohne Codierzeile, und mit jeder Schweizer Banking-App.
Wenn du Rechnungen verschicken willst und nicht weisst, wo du anfangen sollst: ein Schweizer Rechnungsprogramm wie Billify erspart dir den ganzen Setup-Aufwand. IBAN einmal eingeben, fertig — der QR-Zahlteil wird auf jeder Rechnung automatisch generiert.
Weiterführende Artikel:
- Einzahlungsschein erstellen Schweiz — direkt zur QR-Rechnung wechseln
- QR-Rechnung Schweiz: Alles was KMU wissen müssen — der Standard im Detail
- QR-Rechnung erstellen — Schritt-für-Schritt-Tool
- Rechnung erstellen Schweiz — was alles drauf muss
Quellen:
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